21.02.2012: Schokoladen gerettet? Bündnis hält an Demo „Schokoladen verteidigen! Gemeint sind wir alle!“ fest.


PM: 21.02.2012: Schokoladen gerettet?
Bündnis hält an Demo „Schokoladen verteidigen! Gemeint sind wir alle!“ fest.

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Internet: www.schokoladenverteidigen.blogsport.eu
Mail: schokoladen-verteidigen@riseup.net
Tel: 015784626097, Frank Leitermann

An die Redaktionen: Inland, Politik, Kultur, Berlin

Demonstration am 21. Februar 2012 „Schokoladen verteidigen! Gemeint sind wir alle!“
Beginn: 17.30 Uhr, Klub der Republik im Abriss, Pappelallee 81, nähe U-Bhf. Eberswalder Straße

Das Bündnis „Schokoladen verteidigen!“ ruft gemeinsam mit zahlreichen Berliner Haus- und Kulturprojekten, linken Gruppen und Antifa-Strukturen weiterhin für Dienstag, den 21. Februar zur Demonstration „Schokoladen verteidigen! Gemeint sind wir alle!“ auf. Für den 22. Februar hatte Markus Friedrich, die Räumung der Gewerberäume in der Ackerstraße 169/170 angeordnet. Dies hätte das Ende der Kulturprojekte Schokoladen, TiSCH Theater und des „Clubs der polnischen Versager“ bedeutet. Am Freitag, 17. Februar unterschrieben die beteiligten Parteien des Konfliktes eine Vereinbarung, die eine „Friedenspflicht“ bis zum 31. März vorsieht und die Beteiligten dazu anhält „ alle störenden Aktivitäten zu unterlassen, um den Prozess nicht zu gefährden“ [Info: 1]. Die wieder aufgenommen Verhandlungen sind natürlich ein Grund zum Feiern, aber Entwarnung kann es erst geben, wenn der Schokoladen gesichert ist. Zudem ist es wichtig den Schokoladen weiter zu unterstützen.
„Erst durch den öffentlichen Druck waren die Beteiligten bereit, sich überhaupt wieder an den Verhandlungstisch zu setzen“, so Leitermann. „Wir halten darum an den Demonstrationen fest. Denn diese Demonstration war von Beginn an als breiter Protest gegen Gentrifizierung und für den Erhalt alternativer Kulturprojekte geplant“, sagte Frank Leitermann, Sprecher des Bündnisses. „Es geht nicht nur um den Schokoladen. Alternative Projekte wie die KvU – Kirche von Unten – sind aktuell ebenso bedroht wie Hausprojekte – etwa die Linienstraße 206.“ Die Demonstration richtet sich auch gegen die Ökonomisierung aller Lebensbereiche und den Verwertungsdruck auf Kulturprojekte.

Bereits am vergangenen Samstag versammelten sich deswegen unter dem Aufruf des Bündnisses „Schokoladen verteidigen!“ 200 Menschen in Potsdam Babelsberg, um zu der dort ansässigen Villa des Schokoladen-„Besitzers“ zu demonstrieren [Bilder: 1, 2, 3 | Presse: 1, 2, 3] und um ihre Solidarität mit den Potsdamer Projekten zu bekunden, welche derzeit durch Pachtzinserhöhungen oder Räumungen [Info: 1, 2] bedroht sind.

Die Politik ist in Fragen der Stadtentwicklung seit Jahren abgetaucht und hat den Ausverkauf der Stadt erst möglich gemacht. Seit einigen Monaten häufen sich Stadtteilproteste von Mieter_innen und Projekten gegen diese Entwicklung. „Wir verstehen das Aufbegehren gegen die Bedrohung des Schokoladens nicht bloß als Protest gegen dessen Räumung, sondern sehen diese Räumungsandrohung als einen von vielen Schlägen gegen selbstgestaltetes und selbstverwaltetes Leben in Berlin“, so Leitermann. „Die Ordnung der Stadt nach rein kapitalistischen Kriterien geht uns gehörig gegen den Strich und die explodierenden Mietpreise haben wir schon lange satt. Wir werden nicht zulassen, dass uns Gentrifizierungsgewinner_innen, Senat und Bullen nach und nach die letzten umkämpften Häuser abnehmen und unsere Freiräume zubetonieren“, heißt es in dem Aufruf zur Demonstration.

Wir freuen uns über ein zahlreiches Erscheinen von Presse- und Medienvertreter_innnen. Vorort steht Ihnen unser Pressesprecher Frank Leitermann für Informationen gern zur Verfügung. Wir danken für das Interesse.

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